Wissenswertes
Der Glatthafer (Arrhenatherum elatius) ist ein imposantes heimisches Wiesengras, das mit seinen silbrig glänzenden Blütenrispen jeden Naturgarten bereichert. Diese elegante insektenfreundliche Grasart gehört zu den wertvollsten Wildgräsern für naturnahe Gartengestaltung und bietet zahlreichen Insekten, Vögeln und Kleinsäugern von Juni bis Juli Nahrung und Lebensraum.
Als charakterbildendes einheimisches Obergras fügt sich der Glatthafer harmonisch in Wildblumenwiesen, Glatthaferwiesen, Staudenbeete und pflegeleichte Gräserpflanzungen ein. Seine stattliche Erscheinung, sein schneller Wuchs und seine ökologische Bedeutung machen ihn zur idealen Wahl für alle, die einen artenreichen Naturgarten mit strukturreichen Wiesen anlegen möchten.
Standortansprüche
Der Glatthafer ist eine anspruchsvolle heimische Grasart für nährstoffreiche Standorte:
Lichtbedarf: Sonnig bis halbschattig (optimal: volle Sonne)
Bodenbeschaffenheit:
- Durchlässige, nährstoffreiche bis sehr nährstoffreiche Böden
- Neutral bis schwach alkalisch (pH 6-8)
- Frisch bis mäßig feucht
- Lehmige, tonige oder humose Substrate werden bevorzugt
- Toleriert auch kurzfristige Trockenheit
- Staunässe sollte vermieden werden
Pflanzzeit: März bis Mai oder September bis Oktober
Pflanzabstand: 40-50 cm (ca. 4-6 Pflanzen pro m²) für Wiesen; 60-80 cm für Solitärwirkung
Aussaat: 3-5 g/m² in Mischung mit anderen Wiesengräsern und Kräutern
Pflegehinweise:
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Mahd: 2-3 Schnitte pro Jahr für artenreiche Wiesen (Juni, August, Oktober)
- Erster Schnitt nicht vor Mitte Juni (Insektenschutz!)
- Schnittgut als Heu oder Mulch verwenden oder entfernen
- Mäßige Düngung mit Kompost möglich (aber nicht notwendig)
- Bei zu nährstoffarmen Böden kann Glatthafer kümmern
Wichtig: Glatthafer braucht nährstoffreichere Böden als viele andere Wildgräser!
Pflanzpartner: Kombiniert harmonisch mit Wiesen-Margerite, Wiesen-Glockenblume, Wiesen-Flockenblume, Wiesen-Salbei, Wilde Möhre, Wiesen-Labkraut und anderen typischen Glatthaferwiesen-Arten für artenreiche, blütenreiche Wiesen.