Die Wald-Engelwurz (Angelica sylvestris), auch Wilde Engelwurz oder Brustwurz genannt, ist eine majestätische heimische Wildpflanze, die mit ihren weißen bis rosafarbenen Blütendolden jeden Naturgarten bereichert. Diese imposante insektenfreundliche Wildpflanze gehört zu den wertvollsten Arten für naturnahe Gartengestaltung und bietet zahlreichen Insekten, Vögeln und Kleinsäugern von Juli bis September Nahrung und Lebensraum.
Als charakteristische einheimische Staude fügt sich die Wald-Engelwurz harmonisch in Waldgärten, Feuchtwiesen, Bachufer und pflegeleichte Hochstaudenfluren ein. Ihre imposante Erscheinung, ihre traditionelle Bedeutung als Heilpflanze und ihre ökologische Vielseitigkeit machen sie zur idealen Wahl für alle, die einen artenreichen Naturgarten mit strukturgebenden Solitärpflanzen an feuchten, halbschattigen Standorten anlegen möchten.
Standortansprüche
Die Wald-Engelwurz ist eine robuste heimische Staude für halbschattige bis schattige, feuchte Standorte:
Lichtbedarf: Halbschattig bis schattig (optimal: lichter Schatten), verträgt auch Sonne bei Feuchtigkeit
Bodenbeschaffenheit:
- Durchlässige, nährstoffreiche bis sehr nährstoffreiche Böden
- Neutral bis schwach sauer (pH 5,5-7)
- Feucht bis nass
- Humose, lehmige oder tonige Substrate werden bevorzugt
- Verträgt zeitweilige Überschwemmungen
- Keine Staunässe im Winter
Pflanzzeit: März bis Mai oder September bis Oktober
Aussaat: Direktsaat September-Oktober (Kaltkeimer)
Pflanzabstand: 80-120 cm (ca. 1-2 Pflanzen pro m²)
Pflegehinweise:
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Alte Stängel über Winter stehen lassen – Insekten-Winterquartier!
- Rückschnitt erst im Frühjahr (März)
- Mäßige Bewässerung bei extremer Trockenheit
- Keine Düngung notwendig bei nährstoffreichen Böden
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Selbstaussaat erwünscht für Dauerkultur
- Sämlinge bei Bedarf umpflanzen (im ersten Jahr)
- Praktisch krankheits- und schädlingsfrei
Wichtig: Wald-Engelwurz gedeiht am besten auf nährstoffreichen, feuchten Böden in Halbschatten!
Achtung: Enthält Furanocumarine – Hautkontakt bei Sonnenlicht vermeiden (Phototoxisch)!
Pflanzpartner: Kombiniert harmonisch mit Mädesüß, Blutweiderich, Baldrian, Wasserdost, Waldgeißbart, Trollblume und anderen heimischen Feuchtwiesen- und Waldrand-Pflanzen für artenreiche, strukturreiche Hochstaudenfluren.